Interview mit Jason Darkstone

Trotz dem bescheiden Wetter hat es Jason Darkstone geschafft zu mir zu kommen und mir Frage und Antwort zu stehen. Danke für die Zeit die du dir extra genommen hast. Ich wüsche euch viel Spaß beim lesen

1. Wie bist auf das Schreiben gekommen?

Ich habe als Jugendlicher begonnen zu schreiben, da hatte ich einfach den Drang dazu und viele Geschichten im Kopf. Das hat sich allerdings sehr von dem unterschieden, was ich jetzt so schreibe. Damals war es doch zum Teil ziemlich krasses Zeug, teilweise war es sicher ein Ventil für mich, zu schreiben.
Als junger Mann schrieb ich immer weniger und schließlich habe ich ganz aufgehört. Erst vor einigen Jahren hatte ich die Idee zu einem erzählerischen Universum und furchtbare Lust, es Buch für Buch zu Papier zu bringen.

2. Was hat dich inspiriert?

So genau lässt sich das gar nicht mal sagen. Ich lese sehr gerne, bin aber auch ein ziemlicher Filmfan. Auf die eine oder andere Weise haben mich diese Medien sicher beeinflusst.
Eine sehr große Inspirationsquelle sind für mich Träume. Manch eine Idee habe ich sozusagen im Schlaf bekommen.
Weiters beeinflussen mich sicher Gebiete, mit denen ich mich manchmal beschäftige, zum Beispiel echte Kriminalfälle oder psychische Erkrankungen.

3. Welche Bücher hast du schon geschrieben?

Da gibt es einmal »Spheres: Hope and Fear« und den Nachfolgeroman »Spheres: Love and Loss«. Am dritten, abschließenden Teil »Spheres: Nemesis« arbeite ich gerade. Diese Bücher sind ein ziemlicher Genremix aus SciFi, Fantasy und Superheldengeschichte. Auch Elemente wie Thriller, Drama und Mystery kommen darin vor.
Dann gibt es den Jugendroman »Life 3000: Spiel des Lebens«. Dabei geht es um virtuelle Welten und drei Jugendliche, die ein neuartiges Videospiel testen.
In der Phase der Nachbearbeitung und hoffentlich bald veröffentlicht wird der Jugendroman »Avani«. Er spielt in einer fiktiven Welt, die dem präkolumbianischen Südamerika ähnelt. Da geht es um ein dreizehnjähriges Eingeborenenmädchen und einen alternden Abenteurer.
All diese Romane spielen im selben erzählerischem Universum, auch wenn sie z.T. separat lesbar sind. Das heißt, sie hängen alle in gewisser Hinsicht zusammen, wenn sie auch teilweise in anderen Welten und zu anderen Zeiten handeln.

 

4. Welche Leser möchtest du erreichen mit deinen Büchern?

Als ich begann habe ich mir darüber kaum Gedanken gemacht. Allerdings würde ich mich freuen, auch junge Leser zu begeistern. Tatsächlich sind alle meine Bücher (nicht nur die Jugendromane) ab 14 Jahre geeignet und auch bewusst so geschrieben, dass sie (auch) für Jugendliche interessant sind.
Andererseits sollen meine Bücher vor allem Menschen ansprechen, die gerne phantasievolle Erzählungen lesen. Es gibt Science-Fiction-Elemente, doch verwende ich diese so, dass auch Nicht-SciFi-Fans damit etwas anfangen können. Die Bücher sind auch an Menschen adressiert, die es zwar phantasievoll mögen, aber nicht unbedingt Zauberei oder Geister wollen. Vieles in meinen Geschichten ist geheimnisvoll und mysteriös, aber die Erklärungen sind niemals übernatürlich.

5. Liest du selber auch gerne und wenn ja was für Bücher?

Ja, ich lese selbst sehr gerne. Ich schnuppere in unterschiedliche Genres, aber vorzugsweise SciFi, Dystopie und Jugendromane.

6. Wie lange schreibst du schon Bücher?

Wie gesagt, habe ich schon als Jugendlicher geschrieben, dann hatte ich aber eine lange Pause. Seit etwa 4 Jahren schreibe ich wieder.

7. Gibt es Figuren aus deinen Geschichten die du besonders magst?

Ja, da gibt es einige. Zum Beispiel Xia Méng aus der Spheres-Reihe mag ich sehr. Ich denke, wenn es sie wirklich gäbe, dann würden wir uns gut verstehen. Trotz gewisser (Trauma bedingter) Probleme schafft sie es ihre Frau zu stehen. Obwohl sie alles andere als eine harte Socke ist und durchaus mit Ängsten zu kämpfen hat, zum Beispiel vor Dunkelheit, lehrt sie dennoch den bösen Jungs das Fürchten. Auch mag ich ihr starkes Mitgefühl für andere Menschen.
Auch Josef Winter, ebenso aus der Spheres-Reihe ist eine meiner Lieblingsfiguren. Er vollzieht eine ziemliche Wandlung im Laufe der Zeit. Mir gefällt auch der Konflikt in ihm, der einerseits ein Gegner von Gewalt ist, dann aber andererseits bei schrecklichen Verbrechen immer dagegen ankämpfen muss, nicht eine Grenze zu überschreiten und seine Wut an den Tätern auszulassen.

8. Hast du ein Autor/in die für dich ein Vorbild ist?

Eigentlich nicht…

9. Was möchtest du noch alles erreichen?

Mein Ziel ist es, viele Reihen und Einzelbücher in dieses erzählerische Universum hineinzuschreiben, sodass eine große, bunte und komplexe Welt entsteht.

10. Was sind deine Wünsche für deine Zukunft?

Die eine Seite ist es eben, dass ich ein großes Gesamtwerk schaffen möchte, ein richtiges Universum, mit vielen Welten, Figuren und Facetten. Verschiedene Geschichten, die Teil einer großen Geschichte sind.
Die andere Seite ist es, eine entsprechende Lesergemeinde aufzubauen, die neugierig dieses Universum erforscht. Ich glaube, dass es meine größte Freude wäre, in einer Büchergruppe auf eine Diskussion zu stoßen, in der Leser über ein noch offenes Geheimnis aus einem meiner Bücher spekulieren.
Einer meiner größten Wünsche, was das Schreiben betrifft, wäre es, wenn ich vom Schreiben leben könnte und es mir möglich wäre, mich darauf zu konzentrieren.

11. Wie fühlst du dich wenn du liest wie viele deine Bücher lesen und dazu Rezension?

Das Gefühl ist großartig. Als ich mit dem Schreiben (wieder) begann, wollte ich vorerst nur für mich selbst schreiben. Jetzt aber zu sehen, dass Menschen meine Bücher lesen und sich begeistert darüber äußern, ist toll. Und für diese Freude muss es auch kein Bestseller sein.

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